Ayurveda lässt dich deine eigene Natur kennenlernen, verstehen und erlaubt dir ein Leben gemäß dieser Natur. Ayurveda ist wie eine Informationsbox, er ist kein Wunder und keine Magie – und doch kann sich ein Leben nach den Regeln des Ayurveda wie ein Wunder anfühlen!

Einer der Irrtümer ist z.B., dass Ayurveda nur etwas für Inder ist. Doch so wie Durst in Indien mit Wasser gestillt wird, wird er auch im Westen gestillt. Der Ayurveda ist für jeden geeignet, denn Ayurveda basiert auf fundamentalen Prinzipien der Natur, denen wir uns nicht entziehen können, denn diese universellen Naturgesetze wirken immer – ob wir von ihnen wissen und sie anwenden oder nicht.

Ayurveda basiert auf 5 Elementen, deren Kombination unsere Ausdrucksform bestimmt. Sie definieren unser Aussehen, unserer Figur, die Qualität unserer Haut, unsere Charaktereigenschaften, unsere Flexibilität, unsere Aufnahmefähigkeit und vieles mehr. Die 5 Elemente sind Feuer, Wasser, Erde, Luft und Raum. Das Vata-Dosha setzt sich aus Luft und Raum zusammen. Pitta aus Feuer und Erde und das Kapha-Dosha aus Wasser und Erde.

Nehmen den drei reinen Körper Typen gibt es auch Mischtypen.

So integrierst du den Ayurveda
ganz leicht und mühelos in dein Leben

Vata:

Vata besteht aus den Elementen Luft/Wind und Äther/Raum und reguliert die Bewegungen von Körper und Verstand. Es ist das führende Dosha, deshalb ist es unwahrscheinlich wichtig, Vata in guter Balance zu halten. Vata Typen zeichnen sich durch einen schmalen Körperbau aus, lange Muskulatur und sehnen. Sie haben es schwer an Gewicht zu zunehmen. Vata Typen haben oft eine trockene Haut. Sie haben eine Abneigung gegen kaltes Wetter und werden von ihrer Umgebung oft als Wirbelwind empfunden, weil sie es sich schwer tun ruhig zu sitzen. Sie sind ideenreich und kreativ, überlassen die Umsetzung doch lieber anderen.

Pitta:

Das Pitta Dosha besteht aus den Elementen Wasser und Feuer und reguliert die Hitze, den Metabolismus und die Veränderungen im Körper. Pitta Typen sind von einem mittelschweren Körperbau und fester Muskulatur geprägt. Sie haben eine Abneigung gegen Hitze oder zuviel Schärfe, da das Feuer in Ihnen dominiert. Pitta Typen sind oft von Hautprobemen betroffen. Sie haben einen scharfen Verstand, sind von Visionen geprägt und finden sich in den Arbeitswelt oft in einer hohen Position wieder. Sie planen strategisch vorraus und führen diese Pläne fokusiert und zielorientiert aus. Sie sind abenteuerlich und lieben Herausforderungen, neigen aber auch zu Ungeduld und Sensibilität im Verhalten mit anderen Menschen, die sich oft in Aggressionen äußern können.

Kapha:

Kapha besteht aus den Elementen Wasser und Erde und reguliert die Struktur und den Zusammenhalt des Körpers. Kapha Typen haben eine kräftige Statur und eine bulkige Muskulatur, es ist sehr schwer Knochen zu sehen. Sie neigen zu fetter, öliger Haut. Haben große Augen, volle Lippen, dichtes Haar. Kapha Typen lässt so schnell nichts aus der Ruhe bringen. Ein Kapha Typ vergisst selten etwas. Auch Verletzungen durch andere Menschen, sind schwer für den Kapha Typen zu bewältigen, da er von Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft gekennzeichnet ist, allerdings seine eigenen Bedürfnisse oft nicht kommuniziert und auch in Situtionen der Unstimmigkeiten seine Meinung für sich behält, bis der Kapha Typ explodiert und sein Gegenüber völlig überrascht.

Ein Tag im Einklang deiner Natur

Um deinen Tag am leichtesten dem Ayurveda anzupassen, musst du wissen, dass der Tag jedes Dosha jeweils zwei Mal am Tag vorherschend ist und somit gewisse Aktivitäten, die mit dem jeweiligen Dosha zusammenhängen leichter fallen, als andere und möglichst darauf gelegt werden sollten.

Vata herrscht von 02 – 06 Uhr und von 14 – 18 Uhr vor.

Pitta von 10 – 14 und 22-02 Uhr.

Und Kapha von 06 – 10 und 18 und 22 Uhr.

1. Das Aufstehen:

Das Aufstehen ist vor 6 Uhr am Besten, da um diese Zeit noch das Vata aktiv ist und uns das Wach werden viel leichter fällt, als wenn Kapha nach 6 Uhr dominiert.


2. Das Reinigen

Das Reinigen umfasst so wohl Gifte und Schadstoffe, als auch unsere Emotionen und Gedanken, alles was unsere Psyche mitnimmt und Belastet. Zwei Reinigungsrituale, eines auf der physiologischen Ebene wäre das Ölziehen. Das zweite Reinigungsritual, dass die Psyche umfasst ist das Praktizieren von Meditation.

So funktioniert Ölziehen:

  1. Wähle ein hochwertiges, kaltgepresstes Pflanzenöl.
  2. Nimm jeden Morgen (nüchtern) einen Teelöffel des Öls in den Mund und spüle es ca. 10- 15 Minuten durch deine Mundzwischenräume.
  3. Reste des Öls mit einem Zungenscharber oder einer Zahnbürste entfernen, den Mund gut ausspülen und Zähne putzen.

Diese Wirkung erziehlst du durch Ölziehen:

Öle können Bakterien, Viren und Schadstoffe über die Mundschleimhaut ausscheiden. Ölziehen unterstützt den Organismus Gifte ganz natürlich aus dem Körper zu ziehen.

  • Entgiftung des Körpers
  • beugt Krankheiten vor

So soll sich Ölziehen bei Kopfschmerzen, Hautproblemen (Akne, Ekzeme, Schuppenflechte, Neurodermitis), Reuma. Arthrose, Blasen- und Nierenproblemen, Bronchitis, grippalen Infekten, Regelschmerzen, Hormonschwankungen, Magenproblemen und zur Reinigung der Leber als hilfreich erwiesen haben.

Die beliebtesten Öle zum Ölziehen sind Kokosöl und Sesamöl, beide zeichnen sich durch Ihren sanften Geschmack und ihr Potenzial Schadstoffe zu binden aus.

Die Meditation:

Damit du das Beste aus deinem Tag heraus holen kannst, dich von Impulsen deiner Außenwelt abschirmen kannst und Kraft von innen heraus tanken kannst empfiehlt es sich, morgens zu meditieren. Eine der Meditation, die sich dank Ihrer positiven Effekte und einfachen Durchführung über immer mehr Beliebtheit erfreut, ist die Transzendentale Meditation – solltest du dich für die Transzendentale Meditation interessieren, klicke einfach auf den hinterlegten Link und tauche in die Welt in dir ein.


3. Die Mahlzeiten

Laut Ayurveda spielt nicht nur die Qualität der Nahrung, sondern vorallem der Verdauungsofen eine große Rolle. So verdaut nicht jedes Dosha, die Nahrung auf dieselbe Art und Weise. Grundprinzipien die es zu beachten gibt sind: nur bei Hunger zu essen, zu warten bis die Nahrung vollständig verdaut ist, nicht über den Hunger hinaus zu essen, Abends zu leichter Kost zu greifen und spätestens 3 Stunden vor dem zu Bett gehen nichts mehr zu sich zu nehmen. Vata Typen sollten darauf achten, auf trockene Mahlzeiten zu verzichten. Grundsätzlich werden warme Mahlzeiten bevorzugt. Pitta sollte sich in Schärfe mäßigen und Kapha zuviel Öl aussparen. Es gilt darum eine Balance zu sich selbst und dem eigenen Körpertypen herzustellen.


4. Die Bewegung

Auch ausreichende Bewegung gehört dazu, damit du dich so richtig wohl fühlen kannst und deine Energie richtig fließen kann. Das Leben ist Bewegung, Stillstand existiert nicht. Wichtig ist nur, dass du deinem Körper durch die Bewegung mehr Energie gibst, als du im nimmst – eine Belastungsgrenze bis zu 75% ist hierfür optimal, beispielsweise mit Yoga. Falls du Interesse hast, Yoga für dich auszuprobieren und dich fragst wie du am besten loslegen kannst, empfehlen wir dir unseren Blogpost “Surya Namaskar – Lösen von Stress und Verspannungen mit dem Sonnengruß”.


5. Schlafenszeit

Am leichtesten fällt es dir einzuschlafen, wenn du dich vor 22 Uhr schlafen legst, wenn das Kapha aktiv ist und nicht von dem feurigen Pitta abgelöst wird. Du möchtest die Ruhe, Enstpannung und Kraft des Kapha Doshas nutzen um ein- und durchzuschlafen.

Massagen

Massagen werden im Ayurveda angewendet, um den Körper zur Reinigung aus Ausscheidung zu stimulieren und die volle Energie zu aktivieren. Solltest du dich als Anfänger im Ayurveda einstufen, empfiehlt es sich diese Massagen mit einer vorgemischten Massagemischung auf deinen jeweiligen Typ zu nutzen. So wird das Vata Massageöl in langsamen, kreisenden Bewegungen auf den Rücken/ Nierenbereich einmassiert, das Pitta Öl auf den Bauch eingerieben und das Kapha Öl auf mit kräftigen, streichenden Bewegungen auf den Brustbereich.

Dosha balancieren in weniger als einer Minute

Doch was tun, wenn unser Dosha aus der Balance gerät und wir in kürzester Zeit wieder in unsere Balance finden müssen?
In diesem Abschnitt haben wir Tricks, wie du dir in unter einer Minute wieder in deine Balance helfen…

Um das Vata ganz einfach zu erden, empfiehlt es sich das ätherische Öl Ammi visnaga zuerst auf die Fingerspitzen zu geben und dann in Haaransatz einzureiben.

Um das feurige Pitta mit Süße zu verführen und eine Balance zwischen Herz und Verstand herzustellen, einfach Jasmin auf die Fingerspitzen geben, die Herzregion einreiben und danach beide Hände zusammenfalten und den Hauch der Restdüfte einatmen.

Um den Kapha Typen zu stimulieren, warmes Wasser aufkochen, einen Tropfen Ingwer dazu geben und trinken.

Wir hoffen du konntest aus diesem Blogpost einiges mitnehmen! Probiere doch einige Routinen aus und informiere uns gerne darüber, was sich in deinem Leben verändert hat…