Das Leben drückt sich durch Atem und Düfte aus

Von Dr. Malte Hozzel

Alles in der relativen Welt der Existenz atmet. Sogar Pflanzen atmen – ja, sogar Steine.

„Alles, was duftet, gibt Moleküle in die Luft entsprechend dem Dampfdruck auf molekularer Ebene ab. Durch das Atmen erreichen sie unsere Nase. Nur wenn wir atmen, riechen wir. Wir riechen bis zum letzten Atemzug unseres Lebens.“ – Prof.Hatt, Universität Bochum/Deutschland

Der Mensch atmet Kohlendioxid aus und Sauerstoff ein. Pflanzen atmen Kohlendioxid ein und Sauerstoff aus und klären und reinigen die Atmosphäre fast seit Beginn unserer Zeit auf dem Planeten. Das Atmen der Pflanzen auf unserer „Planetenpflanze“ war der Wegbereiter aller organischen Ausdrucksformen des Lebens auf Erden. Ohne den Sauerstoff der Pflanzen hätten wir keine Luft zum Atmen, keine Nahrung zum Essen, kein Leben auf Erden. Und ohne die später hinzugekommenen, noch komplexeren Arten hätten auch die Pflanzen nur ein sehr eingeschränktes Leben. Das eine nährt das andere in unserem Universum. In jedem Blatt hat die Sonne mit Hilfe der Photosynthese Form und Farbe angenommen – auf wunderbare Weise verfeinert und magisch verwandelt – die Alchemie des Kosmos, Geist im Licht, um die blauen Himmel der Welt zu schaffen und unserem Planeten dank dieses „grünen Atems“ Nahrung und Sauerstoff auf ewig zu schenken.

Doch die im Boden verwurzelten Pflanzen haben auch eine starke Verbindung mit dem dichtesten Element, nämlich der Erde. Und die Erde – das eigentliche Wort für „Boden“ – ist laut der alten Weisheit des Ayurveda, der Jahrtausende alten natürlichen Medizin Indiens, mit dem Geruchssinn verbunden. Daher verwundert es nicht, dass Pflanzen Duft, Gerüche, Aromen verbreiten. Sie atmen den Segen der Mutter Erde aus.

Viele dieser Düfte entstehen aufgrund der ätherischen Öle, welche die Pflanzen in Drüsenzellen speichern und welche zahlreiche Funktionen im Leben der Pflanzen erfüllen. Und wenn wir riechen, dann docken die duftenden Moleküle der ätherischen Öle an die Sinneshärchen in unserer Nasenhöhle an, die dadurch die Rezeptorzellen stimulieren. Die Botschaft wiederum wird durch den Riechkolben zum Gehirn übertragen – hauptsächlich zum limbischen System. Das ist einfach erstaunlich: Unser Geruchssinn ist tausendmal sensibler als unser Tastsinn – und wir können mehr als 10.000 Gerüche erkennen.

Wenn wir atmen, durchdringen die kleinen Moleküle der ätherischen Öle unseren Körper leicht mittels der Einatmung durch die Atemwege, von denen aus sie in den Blutstrom transportiert werden. Sie passieren mühelos die Blut-Hirn-Schranke, ohne von der Leber aufgespalten zu werden. Da unsere Nase nah beim Gehirn liegt, findet eine unmittelbare Geruchseinwirkung auf unsere Gehirnzellen statt, was bestimmten ätherischen Ölen erlaubt, direkt auf die Produktion von Neurotransmittern wie Dopamin, Serotonin, Noradrenalin usw. einzuwirken. Das kann eine wichtige Rolle bei sozialer Interaktion, emotionalen Reaktionen, Lernen, Gedächtnis spielen und unseren „in die Tätigkeit verwickelten“ Verstand und unsere Emotionen neu programmieren, die so oft in sinnlosen zwanghaften Wiederholungen des falschen „Codes inneren Verhaltens“ verfangen sind.

JA, in der Natur sind Atmen und Riechen eng verbunden. Wir atmen und riechen unaufhörlich, indem wir die Elemente von Raum und Luft mit dem Erdelement verbinden – die leichten und die dichten Dimensionen – und uns an der polaren Verbindung der Gegensätze für unser eigenes inneres und äußeres Wohlergehen erfreuen. Die Einatmung, können wir sagen, betrifft mehr die Lungen und unser Atemsystem, unser vitales System des Austauschs, sozusagen unser rhythmisches System – und daher auch unser Herz. Die Elemente von Luft und Akasha (Raum) überwiegen. Das Riechen ist mehr mit dem Gehirn verbunden und unserem psycho-spirituellen und „emotionalen“ System. Das Element der Erde herrscht vor. Und doch sind beide Vorgänge tief miteinander verbunden. So kann unser Gehirn die wohlriechenden „Erd“-Moleküle der ätherischen Öle nur durch den Akt des Riechens erhaschen. Und diese Moleküle werden in der Pflanze durch die Alchemie des Kosmischen Lichtes erschaffen.

Es bedarf der Wurzeln (des Gehirns) der Pflanzen, um die Welt der Minerale zu absorbieren, sie in organische Materie zu verwandeln und die Materie sodann – durch die Prozesse des Erblühens und das Element der Hitze („Schwefel“ in der Alchemie) – wieder volatil und duftend zu machen. Und das Master Engineering dieser Dynamik liegt in dem „verborgenen Organ“ des Saftes, der wie ein Herz die nährenden Flüssigkeiten gegen den Zug der Schwerkraft von „unten nach oben“ pumpt, magische Symbole von Erde und Himmel. Wundersame Verbindungen.

Wussten Sie, dass die männlichen Spermien – um die weibliche Eizelle zu finden – von Geruch geleitet werden? Das Ei verströmt einen Geruch von Maiglöckchen, damit die Spermien es finden … Verbindung durch Duft: Das „duftende Erd“-Element bereitet die zukünftige Inkarnation des Erdbewohners in spe vor.
Und wussten Sie, dass Krebszellen bis zu tausendmal mehr Geruchsrezeptoren haben als normale Zellen? Das gereicht ihnen nicht immer zum Vorteil. Bestimmte Duftmoleküle (z.B. D-Limonene wie in Zitronenöl) verhindern das Wachstum der Krebszellen, wenn sie diese erreichen, oder töten sie sogar (vgl. Forschung von Prof.Hatt, Universität Bochum)

Ja, die ätherischen Öle sind wundersame Verbündete von uns Menschen. Vor allem, wenn wir sie einatmen, sie riechen, inhalieren, werden sie uns helfen, unsere Lebensenergie wiederherzustellen, und uns auf vielerlei verborgene Weise schützen. Ihre duftenden Moleküle kosmischer Lichtenergien sind in eine besondere Dynamik eingebettet, welche, wie wir gesehen haben, wunderschön durch die Polarität der hohen Volatilität und des Duftes zum Ausdruck kommen. Der französische Wissenschaftler René Gattefossé, der als Begründer der modernen Aromatherapie gilt, sagte einmal:
„Heute können wir flüchtige Substanzen wie in alten Zeiten ‚vitale Substanzen‘ nennen. Volatilität und Duft sind Anzeichen beachtlicher physiologischer Aktivität und Energie.“

Deshalb können wir sagen: In den ätherischen Ölen und ihrer „duftenden Flüchtigkeit“ finden wir ein vollkommenes Beispiel für die Einheit entgegengesetzter Werte – das „Schwere“ und das „Leichte“, „Unten“ (Materie) und „Oben“ (Energie) sind synergetisch vereint und schenken dem Geruchsaspekt der Aromatherapie ihre ganz besondere Wirkung. Die olfaktorische, energetisch erneuernde Pflanzenheilkunde der Aromatherapie verleiht dem „Wie oben so unten“-Prinzip aller ursprünglichen Heilmethoden auf materieller Ebene Ausdruck.

Heilen durch Seelenharmonie

Das bedeutet in zeitgemäßeren Begriffen: In der Aromatherapie laden wir die feinen Ebenen, wie die Quantenfeldenergien und was „dahinter“ liegt, dazu ein, am Heilgeschehen unserer menschlichen Psychophysiologie teilzunehmen. Und diese Heilung ist – zunächst und vor allem – eine Heilung durch den Geist, durch „Seelenharmonie“. Wir können auch sagen: In ihrem ätherischen Öl bringt die Heilpflanze die feineren Energie-Ebenen des Lebens auf eine sehr direkte und sehr sinnlich zugängliche Weise zum Ausdruck. Das meinten die Alchemisten damit, als sie davon sprachen, die „Quintessenz“ in der Materie zu befreien. Sie meinten dieses feinstoffliche, doch verborgen gegenwärtige Element der geistigen Energie, die bei weitem der wirkliche „Zeremonienmeister“ bei allen Heilungsvorgängen ist.

Und das hat mit PRANA zu tun – dem feinstofflichen „kosmischen Atem“ oder der aktivierenden Energie/Intelligenz, die durch den Atem in unser System eingeht – von seiner explizitesten Form im „Atmen“ und seiner geheimsten und verborgensten Form „hinter dem Atem“ und im yogischen Atemstillstand. Das hängt wiederum – wie wir wissen – mit SOMA oder OJAS zusammen, welches laut ayurvedischer Medizin das Energieprinzip in allen lebenden Systemen ist und so stark in den Heilpflanzen und ihren ätherischen Ölen gegenwärtig ist.

„Das Sanskritwort für die Heilpflanzen, OSHADHI, bedeutet wörtlich ein Behältnis oder den Geist, ‚dhi‘, in dem eine brennende Transformation des Lichts, „osha“= Ojas, stattfindet. In den Veden kann sich dies nicht nur auf Heilpflanzen, sondern auf alle Wesen der Schöpfung beziehen.“ (Vasant Lad, The Yoga of Herbs)

Die Seher der alten Zeiten verstanden den Atem als Eintrittstor zur Seele. Zwischen unserem ersten und unserem letzten Atemzug und in den zahllosen Ein- und Ausatemzügen unseres Lebens vollendet die Seele ihren Zyklus physischer Existenz. Die Qualität, die Tiefe des Atems– und auch das „Wissen“ darüber – bestimmt auch die Qualität unseres menschlichen Lebens. Der vedische Ausdruck für die „Seele“ ist Atma oder Atman. Innerhalb der indo-europäischen Kulturen können wir Verbindungen in Bezug auf die Auffassung des Atems finden.
• ATMA(N) Sanskrit (vedisch) = „Seele“
• ATMEN Deutsch
• ATEM Deutsch
• ADEM Holländisch = „Atem“
• ATUM Altdeutsch = Atem
• ODEM poetisches deutsches Wort für Atem“
• Vielleicht auch ODIN, in der deutschen Mythologie der „Vater der Götter“

Und – im selben Zusammenhang:
„PSYCHE“ aus dem Griechischen bedeutet „Atem“
Unsere „Psychologie“ hat eine Verbindung zu unserem Atem – speziell mit unserem „inneren Lebensatem“.

„Frei atmen“ – ein Beispiel für eine Mischung
• Lavandin Abrial 10%
• Weißtanne 20%
• Niaouli 20%
• Myrte 20%
• Lorbeer 20%
• Kardamon 10%

Sanftes Einatmen eines ätherischen Öles von einem Flakon oder einem Stofftaschentuch oder einem parfümierten Teststreifen führt automatisch zu achtsamem Atem – einem Atmen in den „ewigen“ Moment des einfach jetzt Hier-Seins. Atme langsam ein – rieche – halte den Atem an – atme aus. So atmest du deine Müdigkeit, deine Erschöpfung, deine Depression, deinen Zorn, deinen Schmerz weg, riechst ihn weg. Nur ein oder 2 Tropfen deines Jasminöls auf deinen Fingerspitzen beispielsweise wird es alles wegpusten. Und vielleicht sogar eine Abhängigkeit vom Rauchen wegblasen.

Eine Erfahrung
„Mein Name ist Richelle und ich leide unter Angst und Stress … Manchmal stellte ich fest, dass meine Angst an manchen Tagen außer Kontrolle geriet … Ich bekam sehr gute Informationen über viele verschiedene Duftnoten. Was meine Aufmerksamkeit erregte, war Bergamotte. Zuerst zögerte ich sehr, diese Art von Therapie auszuprobieren. Ich habe Bergamotte angewandt und einen großen Unterschied in meiner Stimmung bemerkt. Wenn ich spüre, dass ich in einer stressigen Situation bin, rieche ich mehrmals tief an Bergamotte und meine Stimmung weicht einem ruhigen Gefühl und meine Angst beginnt sich zu legen.“ Richelle – New Mexico

Shinrin-yoku

Seit 1982 hat die japanische Regierung 48 offizielle Waldtherapie-Wanderwege bestimmt, um die Bürger dazu zu ermuntern, mehr Zeit vor allem in den Nadelwäldern zu verbringen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu fördern. Shinrin-yoku, die japanische Praxis des „Waldbadens“ oder „Waldatmens“ nutzt die Heilkraft der Düfte, um unser Atmen und dadurch unsere Gesundheit anzuregen. Die japanischen Wissenschaftler brauchten messbare Beweise für den gesundheitlichen Nutzen des Waldbadens und sie entwarfen ein Experiment, bei dem sich 12 Geschäftsleute auf einen dreitägigen Wanderausflug in den Wald begaben. Sie nahmen Blut- und Urinproben und untersuchten alle Männer vor und nach dem Ausflug. Sie prüften ihren Hormonspiegel, Blutdruck und den Wert ihrer natürlichen Killerzellen.

Die bereits formulierten Theorien des gesundheitlichen Nutzens bestätigten sich:
Bei allen 12 Männern sanken Blutdruck und Kortisolspiegel, und das Bemerkenswerteste war, dass die natürlichen Killerzellen der Männer um 40% zunahmen. Noch einen Monat später hielt sich der Wert dieser Zellen. Natürliche Killerzellen sind eine Art von Lymphozyten, die wichtig für die Immunabwehr sind. Heimlich töten sie gestresste, infizierte und tumorerzeugende Zellen. Vgl. http://www.puregreenmag.com/pure-green-blog/forest-bathing
Wenn wir die sogenannten „Signaturen“ der Nadelbäume betrachten, kann uns ihr komplexes Netzwerk von Zweigen und Nadeln in gewisser Weise an die innere Struktur unserer Atemorgane, die Lungen, erinnern. Die ätherischen Öle der Nadelbäume sind tatsächlich sehr gute Verbündete, uns bei allen Problemen mit den Atemwegen zu helfen und sie besitzen hervorragende schleimlösende Eigenschaften.

Einen „ketonischen Atem“ nehmen

Eine Erfahrung mit Ysop-Öl
„Ich goss das Ysop-Öl in meine Hände und viel mehr Öl kam heraus, als ich erwartete. Mehrmals sog ich den Duft tief aus meinen hohlen Händen. Nach etwa 10 Minuten fühlte ich, wie mein Körper von innen heraus erschüttert wurde. Als ob ich an das Gefäß des Körpers klopfen würde … Visuell ruckte der Raum etwas. Ich setzte mich hin und entspannte ein wenig. Nach etwa 20 Minuten fuhren wir zurück zu unserem Hotel und lagen eine Stunde nach dem Einatmen des Ysop im Bett. Als ich mich mit dem Kopf an der Schulter meines Partners hinlegte, war plötzlich das Dach über dem Raum verschwunden und ich schwebte mit den Sternen. Ich befand mich am Nachthimmel, umgeben von den Sternen der Nacht. Ich hätte diesen Ort erforschen können und entschied mich, einfach bei dem unglaublichen Frieden und dem wohltuenden Gefühl zu verweilen, dass ich erfuhr, während ich zwischen den Sternen schwebte. Ich öffnete meine Augen und war sofort im Zimmer zurück mit der Decke über meinem Kopf und den Wänden ringsum. Wenn ich meine Augen wieder schloss, befand ich mich erneut am offenen Himmel, umgeben von der Fülle aller Sterne. Das Gefühl war angenehm und ich war mir bewusst, dass ich weder Hitze noch Kälte spürte. Es fühlte sich körperlich unbeschwert, geistig wohltuend und sehr friedvoll an.“ Melanie Smith, Ashland, Oregon, USA, 2.Jan.2015

Könnte es eine Verbindung zwischen Ketonen wie diesem in der Erfahrung mit diesem Ysop-Öl und dem „Lichtkörper“ in uns Menschen geben? Ist es nicht bemerkenswert, dass die ketonischen Öle zu den wirksamsten Parasitenkillern in der Natur gehören, z.B. in Bezug auf Würmer, Nematoden usw.? Diese Lebewesen sind auf jeden Fall mit dem Erdelement verbunden, während Ketone, sesquiterpene Bestandteile usw. mit der ätherischen oder astralen Sphäre verbunden sind. Die Tatsache, dass sie Fett auflösen, ist auch ein Teil dieser selben Betrachtungsweise. Ketonische Pflanzen und ihre ätherischen Öle wie Ysop, Beifuß, Rainfarn, Salbei, Wermut, Arizona Zypresse, einjähriger Beifuß, sie alle können im selben Zusammenhang etwas dazu beitragen, die spirituelle Energie im Menschen anzuheben und Materiefelder im Körper „aufzuhellen“, die aufgrund von zahlreichen inneren und äußeren Stressfaktoren zu Störfaktoren geworden sind. Oft sind sie – und das ist spirituell gesehen wahr – „exkarnierende“ Energien – was ein Grund dafür ist, dass sie sehr abortiv sind und nicht von schwangeren Müttern oder kleinen Kindern angewandt werden sollten. Aber sie sind kraftvolle, dynamische Energieträger mit zahlreichen Funktionen im Hinblick auf den „Lichtkörper“ und den physischen Körper der Menschen.

Und die Eukalyptusöle?

Erinnern wir uns daran: „Psyche“ bedeutet auf Griechisch „Atem“. Ein gesundes Seelenleben hat viel mit gesundem Atmen zu tun. Auch ätherische Öle, die reich an Oxiden sind, können sehr hilfreich für uns sein. Das maßgebliche Oxid in der Natur, 1,8-Cineol (oder Eukalyptol) hat seinen Namen von den griechischen Worten „kine“= sich bewegend und „aeol“= Wind. 1,8-Cineol ist ein Hauptbestandteil vieler ätherischer Öle wie z.B. von Kajeputöl, Niaouli-Öl, verschiedenen Eukalyptusölen, Myrte-Öl, Lorbeer-Öl, Speiklavendelöl, Kardamonöl, Ravintsara-Öl usw. Die Verbindung zum Luftelement ist offensichtlich. Die Kombination solcher Öle miteinander oder mit anderen oxidischen Ölen – wie z.B. kriechendem Berg-Ysop (Hyssopus decumbens) und seinem vorherrschenden Bestandteil trans-Linalooloxid – verstärkt synergetisch die Eigenschaften des „luftigen“ Systems unserer Physiologie, die Lungen.

Solche Öle sind gut, um ein disharmonisches Vata-Element (nach dem Ayurveda) auszugleichen und das Herz zu entkrampfen, das so oft unter Rhythmusstörungen und Verkrampfung leidet – und dadurch den Fluss zwischen Geist und Materie, Bewusstsein und Physiologie zu öffnen. Da die „Psyche“ als unser innerer „Atem“ der Vermittler zwischen dem Feinstofflichen und dem Grobstofflichen ist, ist es wichtig, sich den oxidischen Wirkstoffen in der Natur zuzuwenden, um Gleichgewicht zu schenken und das Element der Bewegung im Körper zu fördern. Viele Faktoren wie falsche Ernährung, Bewegungsmangel bei der Arbeit oder andererseits zu viel Umtriebigkeit beim Reisen, „jahreszeitbedingter Stress“, seelische oder soziale Probleme usw. können leicht zu Verkrampfung der Atemwege oder Stockung führen und bedürfen daher möglicherweise biochemischer und feiner energetischer Schlüssel, um das System zu öffnen. Pflanzliche Oxide wie 1,8-Cineol sind wunderbare Hilfsmittel in der Hinsicht. Sie entkrampfen uns, lassen uns Starres aus- und Raum einatmen.

Sich öffnen mit den Äthern

Im Hinblick auf die biochemischen Verhältnisse in ihrer Gesamtheit sind Äther wie der Phenylethyl-Methyläther, wie sie beispielsweise sehr im Kewra-Öl enthalten sind, oder Fenchol und Anethol in Fenchel- und Anisöl, Methylchavicol im tropischen Basilikum usw. kraftvolle Bestandteile, um das Raumelement oder „Akasha“ (Sanskrit) in den Körper zu bringen. Sie helfen uns, uns zu öffnen, das loszulassen, was uns zurückschrecken lässt und uns in Problemen fixiert, ohne dass wir Lösungen sehen können. Sie geben uns mehr Raum und schenken ein Gefühl der Leichtigkeit und des Loslassens.

Kewra-Öl ist ein Musterbeispiel für ein „ätherisches“ Aroma-Öl. Im Ayurveda wird es als Herzöffner betrachtet. Nur ein Hauch von Kewra und wir erfahren sofort, als würde sich das Herz mit dem Gehirn verbinden, als würden die Nerven die Anspannung von angestautem Stress loslassen und eine Welle der Klarheit, die aus dem tiefen Inneren kommt, „rollt“ durch das ganze System und erlaubt der Seele zu atmen. Und genau das bräuchten wir so oft: einen „sofortigen Umprogrammierer“, kein schneller Ausbruch von Ärger, schlechter Stimmung, Verzweiflung, sondern etwas, das uns jedwede Situation klarer sehen lässt – um sich dann auf eine bessere Ebene zu begeben, von der aus wir klarere Entscheidungen treffen können. Kewra ist jener feine Verstärker des inneren Zeugen, dem „Sakshi“ (Sanskritwort für „Zeuge“) in uns, einem natürlichen „Bio-Coach“ für Achtsamkeit und entspanntes Gewahrsein.

Eine Studie: Aromatische Diffusion oder „indirektes Atmen für Gesundheit“

Die Notaufnahme der medizinischen Klinik der Vanderbilt Universität unternahm erstmals einen Modellversuch mit Aromatherapie, um den Stress des Personals zu reduzieren, das Energielevel anzuheben und den typischen Krankenhausgeruch zu verringern. Sie ließen Öle in der ganzen Abteilung zerstäuben, um den Sauerstoff in der Atmosphäre zu erhöhen, die Luft auf natürliche Weise von Mikroben, Bakterien, Schimmel und Viren zu reinigen und das Wachstum der Bakterien zu verhindern, indem Ozon und negative Ionen in der Luft verstärkt werden.
Eine Umfrage mit 100 Angestellten des Krankenhauses 30 Tage vor Beginn des Programms und 30 Tage danach führte zu überzeugenden Ergebnissen:

• Stress: Vor Beginn des Programms berichteten 41% des Personals von hoher Stressbelastung. 30 Tage nachdem sie mit der Öldiffusion begannen, sank die Stressbelastung auf 3%.
• Frustration: Vor dem Programm berichteten 60%, dass sie sich frustriert bei ihrer Arbeit fühlten. Danach sank die Frustration auf 6%.
• Müdigkeit: 40% berichteten, sie würden sich bei der Arbeit müde fühlen, das sank auf 13%, nachdem einen Monat lang zerstäubte Öle eingeatmet wurden.
Einige aus dem Krankenhauspersonal waren so begeistert davon, wie sie sich bei der Arbeit fühlten, dass sie auch zuhause Öle einsetzten, und die Verwaltung des Krankenhaus arbeitet nun an einem Entwurf, Öle in den Krankenzimmern einzusetzen, um die Gesundheit der Patienten zu stärken. www.livinglibations.com

Strohblume und posttraumatische Stressstörung (PTSD)

Die Erfahrung eines Schülers von Dr.Malte Hozzel mit Strohblume
„Ich möchte Ihnen unendlich danken. Erinnern Sie sich an unser ganzes Gespräch über posttraumatische Stressstörung (PTSD) und Strohblume?

So eine Begebenheit erfuhr ich letzte Woche und sie war intensiv. Sie dauerte tagelang und wurde ständig intensiver. Obwohl ich bewusst genug war, zu versuchen, meine Gedanken unter Kontrolle zu behalten, gelang es mir nicht … ich scheiterte kläglich. Schließlich, nachdem das schon einige Tage so lief, erinnerte ich mich an unsere Unterhaltung und beschloss, die „schweren Geschütze“ aufzufahren und Strohblume zu zerstäuben. Es war perfekt. In der nächsten halben Stunde konnte ich fühlen, wie sich Tage von aufgestautem Stress mit jedem (extrem tiefen) Atem aus meinem Körper lösten. Die Wirkungen waren unglaublich dramatisch.

Schon bald konnte ich wieder eine spirituelle Perspektive einnehmen und die Wahrheit über die Ursache meines Stresses erkennen und dann schließlich wieder die Quelle meiner selbst. Die ganze Erneuerung dauerte etwa 45 Minuten mit zunehmenden, wahrnehmbaren Verbesserungen in jedem Augenblick. Wirklich sehr erstaunlich.“
Dr.Malte Hozzel

Ein Kommentar

  1. Agnes 4. November 2018

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