Vor dem Kauf eines ätherischen Öls stellt sich oft die Frage, ob eine Bio-Zertifizierung wirklich eine bessere Qualität garantiert. Zahlreiche Öle stammen von unbehandelten Pflanzen aus der freien Natur und sind nicht selten von besserer Qualität als eine bio-zertifizierte Variante.

Um der Frage „bio“ oder „wild“ auf den Grund zu gehen, ist es wichtig zu verstehen, was biologisch zertifiziert eigentlich bedeutet…

Biologisch zertifiziert bedeutet, dass die Pflanzen ohne Einsatz von chemisch-synthetischen Pestiziden kultiviert wurden. Die Zertifizierung ist allerdings teilweise aufwendig und insbesondere für traditionelle Kleinbauern finanziell kaum zu bewältigen. So kann es sein, dass das Öl des Kleinbauern qualitativ hochwertiger und reiner ist als das des  zertifizierten Mitbewerbers – nur eben ohne offizielles Sigel. Für den Verbraucher ist es häufig die bessere Wahl. 

Öle aus Wildsammlung stammen in der Regel aus der freien Natur, das heißt von Bäumen und Sträuchern, die wild wachsen und daher auch nicht behandelt wurden. Die ätherischen Öle dieser Pflanzen sind häufig von besonders guter Qualität, weil diese in ihrem natürlichen geografischen und klimatischen Umfeld gewachsen sind und nicht auf einer Plantage – nur sind sie eben nicht zertifiziert. In einigen Fällen werden auch diese Öle bio-zertifiziert, allerdings hat dies dann lediglich organisatorische Bedeutung, etwa für einen Hersteller, der die Öle in einem Bio-Produkt weiterverwenden möchte. Für den Verbraucher ist es ohne Vorteil.

Wenn dir also ein ätherisches Öl sowohl in bio, als auch in wilder Qualität angeboten wird, dann kann die Variante aus Wildsammlung durchaus die bessere Wahl sein – und meist noch zu einem geringerem Preis. Wir von Oshadhi können beides uneingeschränkt empfehlen.

Das wilde Lavendelöl beispielsweise ist eines der feinsten Öle mit einer unvergleichlichen Qualität. Dieser Lavendel wächst in der Hochprovence in über 1500 Metern Höhe, kann dementsprechend nicht kultiviert werden und wird wild gesammelt. Da diese Sammlung von Hand sehr aufwendig ist, ist dieses Öl eine der teuersten Lavendelsorten.

Bei der Auswahl von ätherischen Citrusölen empfehlen wir immer biologisch zertifizierte Öle, denn Zitrusfrüchte werden häufig gespritzt und das Öl direkt aus den Schalen gewonnen.

Die verschiedenen Oshadhi Zertifizierungen einmal für dich aufgelistet:

1. Kontrolliert biologischer Anbau, kbA

Diese Oshadhi Produkte kommen aus aktiv biologischem und artgerechtem Anbau, der Synergien und Wechselwirkungen und den Erhalt der Vielfalt von Leben in der Natur beachtet und von daher keine Benutzung von chemischen Düngemitteln, Pestiziden, Fungiziden und Herbiziden erlaubt. Außerdem wird garantiert keine Gentechnik eingesetzt.

Um ein Maximum der potenten Wirkstoffe und Duftkomponenten zu erhalten, findet kein Überhitzen der Öle statt – dank langsamer Hydro- oder Dampfdestillation.

2. Konventioneller Anbau

Diese Öle stammen aus weltweit selektierter Produktion – die Herstellung geschieht oft nach den Maßstäben alter Familienbetriebe. Die Produkte sind unverfälscht und geprüft. Sie erfüllen unsere Ansprüche für eine hochwertige, qualitativ reine und olfaktorisch überzeugende Qualität.

3. Wild-kontrolliert biologischer Anbau, wkbA

Gleiche Klassifizierung wie kbA, nur mit dem Unterschied, das die Öle von Pflanzen aus Wildsammlungen stammen.

4. Wildsammlung, wild

Diese ätherischen Öle werden aus Pflanzen gewonnen, die gewöhnlich nur in freier Natur vorkommen. Viele der Koniferen- und Eukalyptus-Arten gehören beispielsweise in diese Kategorie. Ätherische Öle, die aus Wildwuchs stammen, sind besonders kostbar. Ihnen wird eine besondere Qualität nachgesagt, da die Pflanze gemäß ihren natürlichen Anlagen wächst sowie spezielle Anpassungsmechanismen entwickelt, um in der freien Natur zu überleben.